Umgeben von
verblassten
Südstaaten
Schönheiten
gewiegt in ihren
weichen Vokalen
lang gezogen zum
Southern Drawl
aus präzise
geschminkten
Lippen unter
Brauen – geo
metrisch nach
gezogen mit mani
kürten Nägeln –
fühlen sich
meine nordische
Kühle und deutsche
Deutlichkeit noch
fremder an als
sonst die honig
süße Fremde
meines amerika
nischen Alltags
© Beatrix Brockman
Samstag, 21. April 2012
Donnerstag, 8. März 2012
traum vom nichts
auf den wellen
der nacht ins
nichts zu dümpeln
DAS wäre ein
traum statt
des sahara
brennens auf
trockener haut
bild um bild
hinter verdeckter
iris wort um
wort sich rankend
ums nichts das
sich dem ich
im wirbel von
wortbildern
stetig entzieht
der nacht ins
nichts zu dümpeln
DAS wäre ein
traum statt
des sahara
brennens auf
trockener haut
bild um bild
hinter verdeckter
iris wort um
wort sich rankend
ums nichts das
sich dem ich
im wirbel von
wortbildern
stetig entzieht
© Beatrix Brockman
Mittwoch, 25. Januar 2012
Für Ann Joseph
noch immer
steh'n wir fassungs
los vor dem gewiss
dass wir dein lachen
nie mehr hör'n
ob tränen über
wange fließen oder
in betroffenheit
der herzschlag
schwer
wir fragen uns
was wäre wenn?
ach hätte dieser mut
den jener letzte
dir hat abverlangt
doch deinen
schritt anderen wegs
geleitet. ach
hätten wir — nur
eine email weg von dir—
an diesem tag
an dich gedacht!
so schlafe friedlich
sei getragen von
dem uns, in dessen
innern du auch nach
dem schmerz
für immer
einen platz
steh'n wir fassungs
los vor dem gewiss
dass wir dein lachen
nie mehr hör'n
ob tränen über
wange fließen oder
in betroffenheit
der herzschlag
schwer
wir fragen uns
was wäre wenn?
ach hätte dieser mut
den jener letzte
dir hat abverlangt
doch deinen
schritt anderen wegs
geleitet. ach
hätten wir — nur
eine email weg von dir—
an diesem tag
an dich gedacht!
so schlafe friedlich
sei getragen von
dem uns, in dessen
innern du auch nach
dem schmerz
für immer
einen platz
Dienstag, 27. Dezember 2011
im gewiss des uns
als ich dich traf
war die lederhaut
deines herzens
längst gegerbt
die wege deiner
seele so weit
ausgetreten dass
ich mich darin verirrte
heute bin ich
heimisch auf den
trassen deiner
weiten liebe
die mir raum lässt
ich im wir zu sein
ja und nein zu sagen
im gewiss des uns
© Beatrix Brockman
war die lederhaut
deines herzens
längst gegerbt
die wege deiner
seele so weit
ausgetreten dass
ich mich darin verirrte
heute bin ich
heimisch auf den
trassen deiner
weiten liebe
die mir raum lässt
ich im wir zu sein
ja und nein zu sagen
im gewiss des uns
© Beatrix Brockman
Freitag, 23. Dezember 2011
Donnerstag, 8. Dezember 2011
... und wieder
... und wieder
legte ich im traum
dir eine rose auf
das grab, gelb
so wie sie unsere
mutter liebt
... und wieder
sehe ich wie meine
hand mit deiner
schrift auf leere
seiten schreibt wie
ich mit deinen
füßen barfuß geh
... und find ich
dich auch nicht
im eigenen gesicht
hör deine stimme
nicht, spür ich
doch diese liebe
die über ewigkeiten
uns verbindet
© Beatrix Brockman
Barbara 8.12.1953 - 27.4.2005
legte ich im traum
dir eine rose auf
das grab, gelb
so wie sie unsere
mutter liebt
... und wieder
sehe ich wie meine
hand mit deiner
schrift auf leere
seiten schreibt wie
ich mit deinen
füßen barfuß geh
... und find ich
dich auch nicht
im eigenen gesicht
hör deine stimme
nicht, spür ich
doch diese liebe
die über ewigkeiten
uns verbindet
© Beatrix Brockman
Barbara 8.12.1953 - 27.4.2005
Samstag, 5. November 2011
und wir...
und schau ich so
auf meine jahre
so anders als die ihren
dann denk ich
wie mag sie gefühlt
das leben zu verlieren
sechs sommer und
sechs winter lang
mal hoffen und mal bangen
und stets dabei war
schwester angst
die hoffnung könnt nicht langen
kam der april, der
nahm sie mit und wir
wir mussten bleiben
so nass die tränen
schwach der trost
dass sie nicht mehr muss leiden
kam der april, der
nahm sie mit und wir
wir mussten bleiben
© Beatrix Brockman
auf meine jahre
so anders als die ihren
dann denk ich
wie mag sie gefühlt
das leben zu verlieren
sechs sommer und
sechs winter lang
mal hoffen und mal bangen
und stets dabei war
schwester angst
die hoffnung könnt nicht langen
kam der april, der
nahm sie mit und wir
wir mussten bleiben
so nass die tränen
schwach der trost
dass sie nicht mehr muss leiden
kam der april, der
nahm sie mit und wir
wir mussten bleiben
© Beatrix Brockman
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