Montag, 21. Juni 2010

Unwirklich

dass deine zeit des leidens
nun vorbei
auch dass die seele
leibesfrei
in Gottes händen liegt
das sei
von herzen dir gegönnt

was bleibt ist dieses
ohne-dich
in unserer mitte
unseren herzen
das wird wohl niemals heil
was bleibt das ist
ein leerer platz

und unglauben
dass in der tat dieses
Tschüss
dein letztes Amen war


© Beatrix Brockman


Nur 5 Tage nach der diamantenen Hochzeit starb mein Vater - trotz schwerer Krankheit sehr plötzlich und überraschend für uns alle!

3 Kommentare:

  1. Liebe Beatrix,

    ich habe noch dein wundervolles Gedicht gelesen zur Diamantenen Hochzeit - jetzt lese ich dein Abschiedsgedicht, ein sehr inniges...

    So traurig es ist, du Liebe, er hatte den Willen, noch durchzuhalten, um die Diamantene Hochzeit noch zu erleben...dann war sicher die Kraft am Ende! - Aber schön, sicher hat er alle nochmals um sich gehabt, konnte sich innerlich von allen verabschieden, hat seinen Schmerz nicht durchsickern lassen...

    Beatrix, mein aufrichtiges Beileid, ich drücke dir ganz still deine Hand und bin gedanklich bei dir...

    herzlich, Rachel

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  2. Hier, wo ich gerade bin (nördlich des Polarkreises), da kann Dein "Unglauben", dass wirklich alles zuende sei, so gerechtfertigt werden, weil der Tag zur Zeit hier nicht endet. Ich wünsche Dir und Deiner Mutter so sehr, dass Ihr von diesem Unglauben weiter zehrt.

    Liebe Grüße und natürlich trotz möglichem Trost herzliches Beileid
    Helmut

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  3. ich fühle mit dir, liebe bea, hat mich doch kürzlich der tod meiner mutter überrascht.
    so nimm die rosen für dich und in dein herz.
    mir fehlen die worte des trostes, denn es gibt keinen.
    sei gut zu dir

    ich umarme dich
    rosadora

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