Freitag, 8. Januar 2010

Ignorance is Bliss



Ich wollte nie in Deinen
Apfel beißen Das Wissen
hat mich nie gefreut Die

Macht die mit ihm hätte
kommen sollen - sie blieb
aus Nur die kleinen Freuden

sind verdorben im steten
Kreisen der Gedanken um
ein anderes Leid um Hilf

Losigkeit Ja leider ist
der Bissen längst geschluckt
der Wurm geschlüpft und

niemand will den
faulen Reichsapfel
zurück




© Beatrix Brockman

Kommentare:

  1. Liebe Beatrix,

    wenns denn nur Obst wäre...

    Stark geschrieben, tief gedacht...
    danke dafür, ich habe es verinnerlicht...

    herzlich, Rachel - ich wünsche dir ein gutes Wochenende;-)

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  2. "niemand will den
    faulen Reichsapfel
    zurück"
    Er bedeutet ja Verantwortung, die wir oft meinen nicht (mehr) tragen zu können. Aber ohne Politik ist das Zusammenleben von Menschen in Staaten oder Staatengemeinschaften nicht möglich, ja, ohne sie begeben wir uns des wahren Glücks (auch) füreinander dazusein und etwas zu verändern. "Bliss was it in that dawn to be alive" - so erinnere ich mich an William Wordsworth, der sich an die Zeit der beginnenden Französischen Revolution erinnerte (und das sogar noch in einer Zeit, wo er die Schreckensherrschaft der Jakobiner verabscheute). Es war also ein Glück des schon Wissens, nicht der unschuldigen Unwissenheit.

    Liebe Grüße
    Helmut

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  3. Lieber Helmut,

    es freut, mich natürlich, dass du die Perspektive aus der man mein kleines Gedicht lesen kann, auf die große Bühne der Weltpolitik erweiterst. Und da muss ich ich dir auch recht geben, Verantwortung, Wissen etc. sind da schon wichtig.
    Auf meiner kleinen Bühne, aber war die Unwissenheit schon ein großes Glück...

    ein lieber Gruß

    Bea

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  4. Was it good policy?
    ('Politik' kann ja auch das meinen) :-)

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